25. - 27.03.2011
Nina Walter
In Rastenburg Ostpreußen geboren lebt Nina Walter seit 1962 in Karlsruhe Rüppurr. Die Natur zog Nina Walter schon seit ihrer Kindheit in den Bann. Mittels Papier und Bleistift hielt sie ihre Eindrücke fest, versuchte tiefer einzudringen und deren Geheimnisse zu ergründen. Von diesem Tun angeregt, verspürte sie bald den Drang, das Erlebte und Gefühlte mit Farbe auszudrücken. So wurde die Malerei zu einem wichtigen Lebensinhalt. 1960-1966 studierte sie dann an verschiedenen Hochschulen in Braunschweig, Berlin und Karlsruhe Kunsterziehung, freie Malerei und Kunstgeschichte. Die Professoren Albrecht von Hancke und Horst Antes an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe waren ihre Mentoren. Als Ehefrau und Mutter zweier Kinder lehrte sie nach dem Studium an einem beruflichen Gymnasium als Kunsterzieherin, auch nahm sie seit 1970 an verschiedenen Gruppenausstellungen Teil.
Seit 2001 im Ruhestand kann Sie sich nunmehr intensiver der Malerei widmen. Nina Walter verkettet in ihren Bildern oftmals kleinteilige Formen zu Bändern und ordnet diese dann nebeneinander zur Fläche mit einer gewebeartigen Struktur. Ihre Bilder laden zum Entdecken ein, denn erst beim näheren Betrachten erkennt man in den filigranen Strukturen aus der Natur entlehntes - wie zum Beispiel Vögel, Pflanzen oder Gesichter. Diese Art der Verfremdung erzeugt in den Kompositionen ihrer Bilder einen exotischen Reiz.

Gudrun Weweler
In Bochum geboren studierte sie 1962 bis 1966 freie und angewandte Grafik an der Werkkunstschule in Bielefeld. Der Tätigkeit als Grafikdesignerin folgte 1973 bis 1976 ein Studium an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe in den Fächern Deutsch und Kunsterziehung. Von 1977 bis 1981 lehrte sie am Gymnasium Karlsbad (Baden). 1983 richtete sie eine Keramikwerkstatt in Karlsruhe ein. Zusätzlich betreibt sie auch seit 1997 eine Werkstatt in Berlin. Ab 1987 hat sie Einzelausstellungen durchgeführt und auch an Gruppenaus-stellungen teilgenommen.
Das Anliegen der künstlerischen Arbeit von Gudrun Weweler ist die Verfremdung alltäglicher Gegenstände, indem sie diese entweder in Ton nachbaut oder Originalteile dieser Gegenstände mit Elementen aus Ton ergänzt. Dadurch gewinnt der Betrachter einen neuen Blick auf Altbekanntes, nimmt es durch die Verfremdung und den seriellen Kontext bewusster wahr und erkennt somit die Ästhetik seiner alltäglichen Umgebung. Ihre Objekte bewegen sich zwischen Abstraktion und symbolhafter, teilweise auch gegenstandbezogener Inhaltlichkeit. Der Oberflächenbearbeitung gilt ihr besonderes Interesse: Schwärzungen, Oxyd - Einfärbungen und Kerbungen prägen ihre Objekte. Die Methode, nach der sie diese überwiegend brennt, ist dem japanischen Raku entlehnt. Durch dieses reduzierte Brennen bekommt die Keramik ihr charakteristisches Aussehen.
