Altes Rathäusle Bürgergemeinschaft Rüppurr e.V. Rüppurrer Wappen
WappenBürgergemeinschaft Rüppurr e.V.
Gedruckt am 7.9.2010 um 4:27 Uhr
Quelle: www.rueppurr.de

Liebe Rüppurrerinnen und Rüppurrer,
liebe Besucherinnen und Besucher der Rüppurrer Seite,

"Quartier Sonnengrün" der Gartenstadt
Derzeit gibt es noch nichts Neues zu berichten. Aufgefallen ist mir zu diesem Thema nur ein Leserbrief des ehemaligen Chefs des Planungsamtes der Stadt Karlsruhe in den BNN vom 24.07.2010:
Gartenstadt kein beliebiger Stadtteil
Zu "Entscheidung über Sonnengrün":
In der Diskussion um das Projekt Sonnengrün an der Herrenalber Straße in Rüppurr ist es an der Zeit, an den Architekten und Städtebauer Friedrich Ostendorf, einen der maßgeblichen Planer der ältesten Gartenstadt Deutschlands, zu erinnern. Er schreibt im Band eins seiner "Sechs Bücher vom Bauen":
"Hier berühren wir aber schon den Punkt im modernen Städtebau, der als sein größter Fehler, ja als die Quelle alles Übels, angesehen werden muss: Die Sucht durch auffallende, die anderen überbietende architektonische Aufmachung die eigene Leistung in den Vordergrund zu stellen. … Dieser so brutal auftretende Ehrgeiz beruht auf falscher Auffassung der Aufgaben der Architektur und ist außerdem selbstmörderisch: Er vernichtet nicht nur jede raumkünstlerische Wirkung und damit die städtebauliche Gesamtidee, die viel wichtiger als das eine Haus ist; sondern er tötet auch den Erfolg der eigenen Leistung, weil die Unversehrtheit des Außenraumes für jedes Bauwerk die Vorbedingung zur Erhaltung der eigenen architektonischen Existenz ist."
(F. Ostendorf: Sechs Bücher vom Bauen, Band 1, Vierte Auflage, Verlag W. Ernst & Sohn, Berlin 1922.)
Es wäre wünschenswert, an der Herrenalber Straße einen Kompromiss zu Programm und Ausformung zu finden. Vielleicht wenden die im Planungsprozess zuletzt verantwortlich Entscheidenden das Ganze noch zum Besseren. Die Gartenstadt Karlsruhe ist kein beliebiger Teil einer beliebigen Stadt!
Rudolf J. Schott Käthe-Kollwitz-Straße 14 Ettlingen
Dazu wurde am 31.07. folgender Leserbrief von Herrn Josef Werner, langjähriger Chef der Lokalredaktion und stellvertretender Chefredakteur der BNN, veröffentlicht:
Ostendorfs warnende Stimme

Zu dem Leserbrief "Gartenstadt kein beliebiger Stadtteil":
Man muss Rudolf J. Schott dankbar sein, dass er in der Diskussion um das "Sonnengrün"-Projekt der Gartenstadt an Friedrich Ostendorf erinnerte. Ostendorf, dem die Planung des Karlsruher Vorzeige-Stadtteils Gartenstadt zu danken ist, warnte also in einem seiner Bücher eindringlich vor "brutal auftretendem Ehrgeiz", der "jede raumkünstlerische Wirkung" und damit "die städtebauliche Gesamtidee vernichtet". Mit dieser Warnung, schon vor Jahrzehnten ausgesprochen, ist exakt das Problem benannt, um das es in Rüppurr geht. Das "Sonnengrün" verunstaltet nicht nur die Südeinfahrt nach Karlsruhe, es widerspricht auch der städtebaulichen Gesamtidee der Gartenstadt. Als ob er geahnt hätte, was "seiner" Gartenstadt einmal drohen könnte, ist Ostendorf selbst unbewusst zum erbitterten Gegner der jetzigen Planung geworden. Wenn schon nicht auf andere Stimmen, auch nicht auf die hundertfache Kritik der Rüppurrer, sollten die Verantwortlichen der Genossenschaft wenigstens auf die Warnung ihres verehrten Mentors hören. Gleich hohe Verantwortung hat der Gemeinderat. Übrigens: Rudolf J. Schott, der Ostendorfs warnende Worte veröffentlichte, war selbst viele Jahre Chef des Planungsamtes der Stadt Karlsruhe.

Josef Werner Lessingstraße 11 Ettlingen
Beachtlich!!

Stand Nikolauskirche

Derzeit bereiten Mitglieder der "Initiative Nikolauskirche" und der Bürgergemeinschaft Rüppurr die Gründung eines Fördervereins vor, dessen Zweck die Erhaltung der Nikolauskirche und ihrer Umgebung sein wird. Der geplante gemeinnützige Verein soll Gelegenheit geben, durch eine Mitgliedschaft, aber auch durch Spenden die Verwirklichung des Vereinszwecks zu gewährleisten. Es ist zu wünschen, dass der Förderverein breites Interesse findet. Über den Fortgang der Vereinsgründung wird laufend berichtet.
Ich bin übrigens ganz anderer Meinung als Herr Regionaldekan Erwin Bertsch in seinem Leserbrief im Monatsspiegel Juli 2010. Man muss eine Kirche nicht regelmäßig nutzen um sie erhalten zu wollen. Es handelt sich hier immerhin auch um ein Kulturdenkmal. Deshalb empfanden wir es auch als so befremdlich, dass Herr Pfarrer Helfrich schon vor seinem Amtsantritt in Rüppurr öffentlich erklärte, dass er die Nikolauskirche nicht brauche. Darauf bezog sich übrigens die Bemerkung von Frau Fesenbeck, dass es "dies unter Pfarrer Geier so nicht gegeben hätte". Möglicherweise unglücklich formuliert, aber nicht unwahr.
Ich bin ebenso wie Regionaldekan Bertsch der Meinung, dass wir uns zu einer sachlichen, lösungsorientierten Diskussion aufmachen sollten. Auch deshalb hat sich ja eine Gruppe aus der Initiative Nikolauskirche und Bürgergemeinschaft Rüppurr zusammen getan und wird einen Förderverein Nikolauskirche gründen (siehe oben).

Schöne Ferien
und gute Fahrt allen, die sich schon in den Urlaub aufmachen. Die anderen hoffen wir bei schönstem Wetter beim Dreschhallenfest am 14. / 15. August begrüßen zu dürfen.
In diesem Sinne grüßt Sie Ihr Herbert Müller

Veröffentlicht am 01. August 2010

Aktuelles


Die BGR informiert

Wir bedanken uns bei allen Helfern welche zum Gelingen des 2. Dreschhallenfestes beigetragen haben. Es war ein gelungenes Fest. Leider hätte das Wetter besonders am Sonntag etwas besser sein dürfen. SF

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